Wie alles begann...
Wie aus einer zufälligen Begegnung eine Bildungskampagne wurde
Im Februar 2018 nahm an der Hans-Dietrich-Genscher-Schule in Wachtberg bei Bonn eine besondere Idee Gestalt an: Durch einen glücklichen Zufall entstand der Plan, eine Kooperation zwischen der Schule und dem Roboterkonzern Yaskawa aufzubauen. Aus einer ersten Konzeptskizze entwickelte sich schnell ein konkretes Vorhaben – und bereits beim ersten Gespräch in der europäischen Zentrale von Yaskawa in Eschborn wurde deutlich: Diese Zusammenarbeit hat echtes Potenzial.
Was folgte, war eine dynamische Entwicklung. Lehrkräfte der Schule nahmen an Schulungen in der Yaskawa Academy teil, und wenig später zog ein echter Industrieroboter in den Unterricht ein: der Yaskawa Motoman GP8. Robotik wurde als regelmäßiges Unterrichtsfach im Wahlpflichtbereich etabliert – ein ungewöhnlicher Schritt für eine allgemeinbildende Schule. Schon im Jahr darauf präsentierte der Robotik-Kurs seine Arbeit eine Woche lang auf dem Messestand von Yaskawa auf der Hannover Messe.
Dort sorgten die Schüler:innen aus den Jahrgangsstufen 8 und 9 für großes Interesse. Besucher blieben stehen, Medien wurden aufmerksam – sogar The New York Times berichtete über das Projekt. Auch auf europäischer Ebene fand die Initiative Beachtung: Vertreter des Projekts wurden von der EU-Kommission mehrfach zu Workshops und Konferenzen eingeladen, etwa zum ersten europäischen Workshop „Robotics at School“ in Pori (Finnland) sowie zu einer Konferenz zum Thema Robotik und Schule in Brüssel.
Mit der wachsenden Aufmerksamkeit entstand eine neue Idee: Das erfolgreiche Konzept aus Wachtberg sollte nicht auf eine einzelne Schule beschränkt bleiben. Stattdessen sollte Robotik – bis hin zur Industrierobotik – auch an vielen anderen Schulen Einzug halten. Gemeinsam mit der Yaskawa Academy wurde das Konzept weiterentwickelt, umfangreiche digitale Unterrichtsmaterialien erstellt und erste Workshop- und Schulungsformate aufgebaut. Hieraus entstand die Initiative "ROBOVERSE - robotics at school".
Im Jahr 2022 wurde schließlich die Meurer, Owezarek & Wolf ROBOVERSE GbR (nunmehr Meurer, Owezarek & Orellana ROBOVERSE GbR) gegründet. Ziel war es, Robotik an allgemeinbildenden Schulen praxisnah zugänglich zu machen und junge Menschen frühzeitig mit moderner Automatisierungstechnik in Kontakt zu bringen.
Seitdem hat sich viel bewegt: Zahlreiche Workshops für Schüler:innen an Haupt-, Real- und Gesamtschulen wurden durchgeführt – in Schulen, Hochschulen und Industriebetrieben. Hinzu kommen Formate für Auszubildende in technischen Berufen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Fortbildungen für Lehrkräfte, die das Thema Robotik als Multiplikatoren an ihre Schulen weitertragen.
Ein weiterer Meilenstein folgte 2023: ROBOVERSE wurde Partner im zdi-Netzwerk.NRW, dem größten MINT-Netzwerk Europas. Damit ist die Initiative heute Teil eines starken Netzwerks, das junge Menschen für Technik, Naturwissenschaften und Innovation begeistert.



